Sonntag, April 26, 2015

Logbucheintrag vom Sonntag, dem 26.04.2015


Konzept: Konsens - Musikalischer Konsens


Sehr geehrte Damen und Herren,

was habe ich schon zu sagen auf meinem Weblog, wenn nicht eine Beschreibung des Alltäglichen. Und so soll es auch wirklich sein. Das, was ich hier veröffentliche sind 'Freischreibstunden', zur Erlangung einer gewissermaßen spontanen Entfaltung der eigenen Worte. Das ist eben so bei meiner Art der Sprachgestaltung. Ich schreibe die Dinge am Liebsten so auf, wie sie gerade für mich sind. Ob das dann frei von Wahrem, Richtigem und Gutem sein muss, dass kann ich nicht im voraus bestimmen. Ich lebe. Und als lebendiger Mensch vermag ich mich selbst zu äußern, ohne da etwas davor oder dazwischen zu schalten, das mich hemmen könnte.

In Gedanken bin ich bei den Menschen, die mir lieb und teuer sind. Und doch bin ich bei mir, bin alleine und sitze am Schreibtisch. Ich höre wieder mal Musik dabei, es laufen die Böhsen Onkelz. Die Platte heißt 'Heilige Lieder', und ich höre intensiv den Texten zu. Mag nicht über die Qualität der Mucke urteilen. Ich höre es mir einfach an und achte dabei auf den Gesang.

Habe in den letzten Wochen an der Seite 'Beggar's Arbeitsbericht Yoga' gearbeitet und bei diesem Zyklus endlich auch wieder einige Texte ergänzt. Eine 'Kosmologie des Grauens' und ein 'Techniken aus der Sicht eines Affen' Kapitel sind neu hinzugekommen. Eigentlich habe ich dabei viel umstellen müssen. Es ist teilweise mühsam gewesen, daran zu arbeiten. Aber jetzt ist die Seite dort wieder up to date.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es jemanden wirklich interessiert, aber ich habe heute morgen 4 oder 5 Gedichte als Achtzeiler aufgeschrieben. Dabei orientiere ich mich an dem Schema, das auch Han Shan bei seinen Gedichten vom kalten Berg angewendet hat. Durch ein Buch dazu bin ich darauf gekommen, dass acht Zeilen mitunter ausreichen sollten, um eine Aussage zu treffen. Und so habe ich es auch heute morgen gehalten.

Bin etwas beunruhigt. Es läuft nicht alles so gut bei mir. Letzte Woche habe ich einen kleinen Kraftverlust erlitten. Ich habe die Arbeit abrechen und mich schnellstens regenerieren müssen. Auch habe ich zunehmend Durchhänger in der Schule. Bin manchmal müde und schlapp, jedenfalls nicht immer frisch und munter.

So gerne würde ich meine eigene Sache besser machen können! Und doch weiß ich, dass es richtig wäre, nicht gar so forsch aufzutreten. Ich brauche nichts zu reißen. Ich brauche nicht vorauszueilen. Was ich haben kann, das nehme ich mit, mehr aber nicht als das.

Immerhin habe ich in der letzten Zeit wieder etwas besser auf mich acht geben können. Auch daher hat mein Kraftverlust hergerührt. Ich habe mich von meiner Umgebung stark abgegrenzt. Das habe ich gebraucht. Ich habe nicht bei der Party 'mitmachen' wollen, die es auf dem Schulhof gegeben hat. Habe abseits gesessen und innerlich einfach nur versucht mich nicht zu verlieren. Das ist bestimmt eine höhere Form von Yoga gewesen in Anbetracht der Umstände.

Politisch gesehen habe ich noch immer keinen Zugang zu irgendwelchen Medien gefunden. Ich informiere mich direkt, aber nicht über Zeitschriften und Fernsehen. Auch höre ich praktisch keinen Radio bei mir. Dafür spreche ich mit den Menschen. Und das tue ich ausgiebig. Dafür habe ich nahezu immer etwas Zeit.

Heute scheint die Sonne sehr warm bei uns in Karlsbad. Die Bäume auf der gegenüberliegenden Seite der Straße sind saftig grün. Meine beiden Fenster sind gekippt. Am Himmel sieht man vereinzelt Quellwolken.

Ja, was gibt es  noch zu melden heute? - Vielleicht das: Ich fühle mich etwas malade. Es fällt mir nur weniges ein, von dem ich wirklich etwas schreiben möchte. Das ist so, auch wenn ich sagen muss, dass ich mich nicht gerade geordnet und sortiert fühle. Nein, bin eher etwas beunruhigt.

Manch einer würde da sofort das richtige Töpfchen aufmachen wollen und seine Pillendose zücken. Für jedes Wehwehchen das richtige Pflaster! So ist das in diesem Deutschland. Wehe man sagt, dass es einem nicht gut geht. Wir haben doch einen Zugang zu einem Arzt. Das wird doch von der Kasse übernommen. (Der würde sich jedoch bei mir bedanken, wenn ich zu meinem Plaisir bei ihm vorbeischauen würde.)

Etwas Härte zu sich selbst ist legitim, wie ich finde. Das Bisschen Blut... Dabei bin ich gar nicht verletzt. Das ist nur ein gewisser Sprachwitz, dem ich Folge leiste.

Oh, ich schreibe auch, um mich selbst mit einer irdischen Gedankenwelt auszustatten. Zu gerne hebe ich ab und zu leicht lupft es mich in höhere Gefilde. Das hat man mir schon oft angekreidet. Ich kann zwar nicht immerzu fest auf dem Boden stehen, doch eine gewisse Strahlkraft des eigenen Leibes verspüre auch ich. Und dort, wo man etwas spüren kann, sind immer zwei Dinge zu finden, die gerade ein Spannungsfeld aufgrund ihres Potentialunterschiedes darstellen.

Nun ja, Spannungsfeld hin oder Hacke her. Der Bogen gehört jetzt wieder gespannt. Der Pfeil gehört angesetzt und das Ziel erscheine in Sichtweite. Ich wünsche Ihnen einen schönen restlichen Sonntag.

Mit freundlichen Grüßen

Mathias Schneider

Montag, April 20, 2015

Logbucheintrag vom Sonntag, dem 19.04.2015



Blüte - Photographie


Sehr geehrte Damen und Herren!

Was ist das nicht für ein schöner und auch herrlicher Tag heute gewesen! Ja, bei mir ist das Wochenende wie im Flug vergangen. Ich möchte davon berichten und werde das als Rückschau tun. Schließlich möchte ich ja selbst etwas dabei verstehen. Und heißt es nicht so schön in einem Zitat eines nicht genannten Verfassers, dass das Leben 'vorwärts gelebt werde, aber rückwärts verstanden'?

Den heutigen Abend habe ich malender Weise mit einer wirklich guten Freundin verbracht. Wir haben uns dazu entschieden, mit Bleistift ein paar schnelle Skizzen zu entwerfen. Der Umstand, dass wir diese hernach in den Papierkorb getan haben, hat dem Sinn des Abends keinen Abbruch getan. Es ist Klasse gemeinsam zu zeichnen. Das ist es alleine schon deshalb, weil man sich dabei beobachten kann. So lernt man Handgriffe und deren Effekte zu verstehen, ohne selbst aktiv werden zu müssen. Da beide von uns etwas gemalt haben, ist ein reger Diskurs über das Malen und seine Bedeutung für uns beide entstanden, dessen Credo hernach für mich klar feststand, als ich erkannt habe, dass die Ruhe nach der Schöpfung einer Vielzahl von Arbeiten erholsam und entspannend sein kann, wenn man das nur zulässt. Ja, man sollte das Arbeiten am Werke auch an einem Sonntagabend abzuschließen wissen. Auch ist es nett, wenn dabei noch ein paar beruhigende Worte gesagt werden.

Musikalisch haben wir den Abend mit etwas Klassik, etwas Soul und ein Bisschen französischer Popmusik verbracht. Es geht also auch mal ohne den Krautrock bei mir. Zu Hayden sind Nervositäten bei mir aufgekommen, worauf ich mich dafür entschieden habe, zu fragen, ob ich die Musik etwas lauter stellen darf. Da ist es dann einfacher gewesen mit der Musik umzugehen.

Später habe ich bei irgendeinem Song von Marvin Gaye die Rhythmik nicht ertragen, und habe darum gebeten, dass wir die Musik ganz abstellen. So ist es dann auch geschehen. Damit hat die Phase der Besinnung, der Rückschau und der Neufassung meiner Gedanken begonnen. Ich habe mich erklärt, mich positiv zum Verlauf der Situation geäußert, und klar versucht darzustellen, dass ich zufrieden bin, auch wenn ich heute Abend es an Nervosität nicht ermangeln habe lassen.

Oh ja, diese Nervosität bei mir! Ich führe sie darauf zurück, dass ich bestimmt 10 Stunden lang dieses Wochenende an dem Wiki 'Beggar's Arbeitsbericht Yoga' gesessen, gelesen und gefeilt habe. Da ist noch so vieles im Argen auf der Seite dort. Und trotz meiner Mühe beim Verbessern der bereits korrigierten Fassung, habe ich nicht einfach so klein bei geben wollen und es belassen wollen, wie es gewesen ist. Da habe ich eine ganze Menge an Lücken gefunden, die geschlossen gehört haben. Auch sind manche Sätze an den Texten nicht richtig ausformuliert gewesen. Ja sogar Fehler im Sinn der Wortbedeutung oder Wortverwendung haben sich mir heute erschlossen. Da bin ich mir beim Lesen und Schreiben der Korrektur wieder einmal wie ein Schmied der Worte oder eben wie ein Bauer, der sein Feld von Hand pflügt, vorgekommen. Das ist richtig harte Arbeit gewesen für mich.

Bevor ich heute losgezogen bin, um diese Freundin aufzusuchen, habe ich mit anderen Leuten zu Abend gegessen. Wir haben bei luftiger Umgebung und etwas Wind, Schatten und angenehmer Kühle dagesessen, geredet, geraucht und auch etwas Kaffee getrunken.

Für mich ist es besonders spannend gewesen, weil ich meinen beiden Tischnachbarn einen Beitrag von diesem Weblog vorlesen habe dürfen. Dabei habe ich mich ein Bisschen in Szene setzen können.

Zuvor habe ich etwas über einen Gedanken gesagt, den ich mir in den letzten Tagen gemacht habe. Da habe ich davon gesprochen, dass wir in der Wirtschaftskrise 2007 in Deutschland wie auch in Europa eine Phase der Wirtschaftsanarchie erlebt haben. Oder ist nicht die Anarchie ein Zustand, bei dem Einzelne sich über die vorgegebene Ordnung hinwegsetzen? Nun, das ist doch damals geschehen. Wir Bürger tragen die Schulden nicht selbst, die da zum Wohle der Wirtschaft entstanden sind. Wir haben einen Kredit aufgenommen, den andere, unsere Enkelkinder vielleicht, einmal zurück bezahlen werden müssen, wenn wir schon die Radieschen von unten grüßen werden. Ja, wir haben eine Schuld auf uns genommen, um sie weiterzureichen an jene, die nichts dafür können werden.

Mit dem Geld kann man so etwas also machen. Schuld lässt sich, in Geld ausgedrückt, weiterleiten. Wir stehen aufrecht, unsere Kindeskinder haben dafür bald krumme Rücken unter den Lasten, für die wir selbst nicht gerade zu stehen wissen. Ist das nicht die eigentliche Schande von uns Bürgern derzeit?

Doch das, was mit dem Geld so wunderbar klappt, das scheint mit dem Bewusstsein nicht gar so gut zu funktionieren. Während wir noch immer fleißig wie die Bienen daran arbeiten, die vorgegebene Kulturleistung der Vorväter und Vormütter auszunutzen, um für uns ein schöneres und besseres Leben zu gewährleisten, als diese eines hatten, vergessen wir deren Kulturleistung gar zu gerne. Wir selektieren im Geiste das, was wir uns bewusst zu machen bereit sind. Dabei gehen wir soweit, dass wir das Erbe dort ausschlagen, wo es uns tendenziell in ein schlechtes Licht rücken würde, es aber dort annehmen, wo nicht einmal ein Verwandtschaftsgrad besteht.

Die Deutschen sind nicht etwa das Volk der Dichter und Denker, wie ich finde, sondern sie sind ein Volk, das ein paar Dichter hervorgebracht hat, von denen einige wenige neben der Schreiberei auch das Handwerk des Bedenkens der Dinge der eigenen Existenz beherrscht haben. Alle anderen haben doch wohl eher geschrieben, was das Zeug hält, und darüber hinaus, was das Zeug nicht gehalten hat auch noch.

Verbreitet werden stereotype Meinungen in den Medien, die keine Persönlichkeitsstruktur mehr aufweisen, sondern aufgeweicht in einem Nirvana aus Allgemeingültigkeiten sind. Wer sich solches Zeug reinzieht, der wird bald durchsetzt davon sein. Da der Mensch sprachlich leichter kopieren als erzeugen kann, ist ihm das Vermögen dazu eingegeben. Und so glauben wir das, was man uns vorgesetzt hat. Es muss nur logisch genug daherkommen, und schon steht es für uns fest, dass etwas so ist, wie es daherkommt. Mancher Lumpensammler hat es da nicht leichter, für sich etwas Schickes zum Anziehen zu finden.

Doch was macht uns Menschen das aus? Wir ducken uns vor einem Scheinriesen und verehren dessen Übermacht insgeheim dabei. Ja, den Mächtigen zu dienen, das erweist sich, logisch gesprochen, als günstig. Ob diese Scheinriesen nicht gar eigentliche Zwerge sind, und letztlich auch nur im Räderwerk der Zusammenhänge sich mit unseren Wünschen, Hoffnungen und Ängsten vereinigen, das wissen wir nicht zu sagen. Auch ich weiß das nicht.

Bin eh jetzt durch mit dieser Thematik. Will nicht auf den Holocaust oder andere unliebsame Rückblenden der Geschichte im Deutschen Fernsehen eingehen. Wir sind heute doch eigentlich schon so weit, dass wir eigentlich aufarbeiten müssten, warum keine Aufarbeitung stattgefunden hat.

Es kann nicht Aufgabe der Kinder sein, etwas aufzuarbeiten, das nicht mehr existent zu sein scheint. Fakt wäre doch zu erkennen, dass es geradezu permanent in Wort und Schrift, Bild und Ton existiert, was man als Ursache für jene schwierigen Momente der europäischen Geschichte bezeichnen muss. Da wird man etwas haltlos, wenn man zwar sehen, aber nicht sprechen darf. Es scheint mir unendlich kostbar zu sein, dass es eben nicht müssig wäre, hier auf diesem Weblog etwas dazu zu sagen. Kulturell gesehen ist das, was ich schreibe Quatsch. Es ist Müll. Mir fehlt der Zugang zur Sprache. Ich bin kein Germanist. Ich trage keinen Titel. Mein Wort wird verhöhnt, aber nicht wahr genommen. Des Deutschen Geist kann mitunter sehr höhnisch wirken. Und ich empfinde es als pure Lakonie, dass man den Erben das Recht zuspricht, sich aussuchen zu dürfen, was sie erben wollen, ohne das Ganze annehmen zu müssen. Ja, wer bekommt den Mist denn dann vor die Türe gekarrt? Wer, wenn nicht die Erben der Täter sind die Erben der Täter aus den Zeiten der Taten und Untaten? Ist Geschichte wirklich noch deutbar, wenn man ihr die Wahrhaftigkeit der Zustände abspricht, die durch sie verkörpert werden sollen? Ja, ist es nicht so, dass wir ihr die Bedeutung geradezu entzogen haben?

Nun - schlecht!

Mit diesen Gedanken sitze ich jetzt da. Ich bin alleine heute spät Abends. Ich kehre bei mir vor der Tür mit diesen Worten, tue den Haufen zusammen und setze ihn auf den alten Haufen, der zuletzt entstanden ist. Kaum ist der eine Haufen auf dem anderen Haufen darauf gefallen, verschwindet er scheinbar, weil er den alten Haufen kaum größer gemacht hat. So ist das ja auch mit der deutschen Geschichte. Was interessieren mich die Dichter und Henker? Was interessieren mich die Fahnen und Kreuze? Bestimmt gäbe es manchen, der das hier abscheulich finden würde. Ich mag dazu gar nicht Stellung beziehen. Ich möchte gar nicht erst auffallen mit meiner launigen Rede zwischen Sonntagnacht und Montagmorgen. Das ist doch alles nur fadenscheiniges Gelaber, was ich da von mir gebe. Ich habe auch Kopfweh. Bin zermürbt vom Kaffee, aufgedunsen vom Kuchen, versalzen vom Geschmack des Fleischkäses heute Abend beim Abendbrot. Ah, das Abendbrot, jetzt habe ich den Faden wieder.

Und so geht es in einem fort. Ich bin dumm genug, um das zu erkennen. Es ist - Trash. Ob das nun eine Kunstform ist, oder nicht, das weiß ich nicht festzulegen. Es ist eine Vorgangsbeschreibung meiner Gedanken, die ich gerade gehabt habe und hier eingeordnet, zugeordnet und strukturiert habe. Das hier ist keine Meinungsmache, sondern ein Gedankenprotokoll.

Ich weiß nie, zu was meine Gedanken gut sind. Darum schreibe ich sie mir auf. Ich tue das auf meinem Weblog. Dieser Weblog ist öffentlich, meine Gedanken sind es nicht. Sie haben keinen Bezug zu irgendwelchen Geschehnissen in meiner Umgebung. Ich versuche es, frei zu bleiben von solchen Bezügen. Ich möchte niemanden verletzen und auch niemanden verletzt wissen.

Gewiss ist das ein heißes Eisen, was ich heute aufgetischt habe. Und gewiss, ich habe es nicht zu schmieden verstanden. Es ist mir verrutscht, entglitten, und ich habe daneben gehauen. So ist das. Wem geht das nicht so, wenn er diese Geschichten anzupacken versucht?

Und doch soll da kein Zorn aufkommen. Es gelte mir etwas, an die Fairness zu appellieren. Das hier sind Probestücke, Versuche der Sprachgestaltung. Ich möchte nichts in die Wege leiten. Ich hätte gar nicht die Macht dazu, so hoffe ich es. Was mir aber von Bedeutung wäre, ist der Umstand, dass überhaupt von so etwas gesprochen werden darf. Mir ist nicht das Wort wichtig, sondern die Äußerung! Ich möchte nicht mich an der Meinung festbeißen, sondern an der Äußerung derselben partizipieren. Darum schreibe ich meinen Käse öffentlich.

Es bleibt, was es ist. Das bleibt es, ob es gut ist oder nicht. Es ist nicht egal, ob es richtig ist oder nicht. Ich bekenne mich nicht dazu, dass ich absichtlich etwas Falsches aufschreibe, weil ich nicht mehr weiß, was richtig und was falsch ist. Ich weiß auch nicht, wie man das nennt. Ich weiß nicht einmal mehr, ob ich richtig liege mit meinem Gedanken.

Bin zermürbt von der deutlichen Ignoranz, die hierzulande immerzu gepflegt wird. Der Perfektionismus ist heutzutage auch einer der Worte. Ja, der Wahnsinn hat Methode. Er ist systematisch in seiner Vorgehensweise. Und genau das macht mir an den Wahnsinnigen so große Angst. Und auch das möchte ich benennen und bezeichnen dürfen. Ich möchte nicht, dass man mir das Recht darauf abspricht, Angst vor solchen Geschehnissen zu empfinden, die die Geschichtsbücher so schwierig zu verstehen machen. Und mit diesem Gedanken beendige ich meinen heutigen Logbucheintrag. Ich schließe das Aufschreiben solcher Gedanken für den heutigen Abend nun ab, und wünsche Ihnen einen guten und heilsamen Start in die Woche.

Glück auf!

Mathias Schneider      


Freitag, April 17, 2015

Gemach, Gemach!



Blumengebinde, Aquarell, 2011

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Freude habe ich in den letzten Wochen am Internet meine eigenen Seiten weiter umgestaltet. Doch jetzt habe ich diesbezüglich wieder eine Pause eingelegt. Es ist Zeit für eine Rast.

Es gibt nichts zu reißen. Ich brauche nicht jeden Tag vor der Kiste zu sitzen und an diesem Konglomerat von Webseiten zu arbeiten. Was gut geworden ist, das ist noch immer gut. Was noch zu wenig taugt, das werde ich nicht so schnell und auch nicht so einfach verbessern können. Ich habe bestimmt für ein halbes Jahr Arbeit noch abzuleisten. Und diese Arbeitsaufgaben möchte ich aufsplitten und in Ruhe angehen. Da das Grundgerüst meiner Seiten bereits fertig ist, ja steht, leiste ich mir nun diese Ruhephase.

Höre gerade eine Platte von den Beastie Boys. Das neue 2.1 System wummert ordentlich. Es ist Freitag Nachmittag. Morgen fahre ich nach Offenburg für ein paar Erledigungen. Das Wochenende ist schon eingeläutet, und es soll größtenteils mit Freizeit verbracht werden.

Meine Planungsschwierigkeiten, was Termine und Absprachen betrifft, haben sich mir heute wieder einmal deutlich gezeigt. Ich mag keine Freizeittermine ausmachen. Mir genügen die geschäftlichen!

Ich sitze viel zuhause herum, meditiere, chante ein Bisschen Mantras, übe etwas Yoga, gehe mal früher und dann auch mal wieder etwas später zu Bett. Alles in allem bin ich ruhig und ausgeglichen. Das kommt mir zumindest selbst so vor.

An Weltbewegendem erlebe ich durchweg wenig, was mir sehr recht sein kann. Heute habe ich in Personalwesen einen Kurzvortrag über das Schema zur Kündigungsschutzklage gehalten. Spontan, 30 Minuten Vorbereitungszeit. Habe es gerne gemacht, auch wenn ich es nicht gar so gut hinbekommen habe. Der in dieser Zeit recherchierte Beitrag einer Arbeitsgruppe Arbeitsrecht ist sehr in einem Deutsch verfasst, das für Juristen geeignet wäre. Nicht so für mich. Im Grunde habe ich nur eine Übersicht geliefert, indem ich die selbst markierten Überschriften und Unterpunkte vorgetragen habe. Wenig habe ich diesbezüglich erläutern können. Naja.

Heute Abend werde ich noch einem Kumpel etwas am PC einrichten. Sein Internetzugang benötigt ein Update. Wie soll man es auch anders sagen? Es funzt nicht. Wie auch immer.

Zur Zeit höre ich die 'Cruel Times' CD von der Dortmunder Band Phantoms of Future sehr gerne an. Die habe ich mit 13 oder 14 Jahren mir auf Schallplatte zugelegt. Seit einigen Jahren habe ich sie nun auch auf CD. Irgendwie sagt mir deren Mucke zu. Ich höre sie wieder einmal herauf und herunter, auch zum Einschlafen nachts. Ich mag den schnellen Rhythmus der Lieder. Sozusagen der Drive der Scheibe gefällt mir. Ob die Texte der Lieder auf der Platte herausragend sind, weiß ich freilich nicht zu sagen. Aber sie scheinen zur Musik gut zu passen. (Ich singe zwar nicht mit, wenn ich sie mir anhöre, aber ich höre gut zu.)

Ein Freund hat mir CD's ausgeliehen. Ich komme leider nicht dazu, sie anzuhören. Auch schaffe ich es nicht einen einzigen Comic zu lesen. Bin viel zu aktiv, um mich so etwas widmen zu können.

Einen erfreulichen Tag wünsche ich Ihnen nun für heute.

Mit freundlichem Gruß
Mathias Schneider 

Ein Blumengruß

Ein Blumengruß
Für eine freundlichere Menschheit!

Improve your life!

1.) Let us show respect to each other.

2.) Let us live a life without destroying life or nature.

3.) Work on usefull things.

4.) Make Your life a better life.

5.) Give the world to the children.

6.) Don't live for profit.

7.) Beware of war.

8.) Pray and taste love.

9.) Remember your friends.

10.) Fight for yourself.